Berlin - Der Sekt war kalt gestellt. Dann, am 28. Juni 2018 um 11.26 Uhr, war es endlich soweit, und die Korken knallten. Das Abgeordnetenhaus beschloss die ersten Teile des Berliner Mobilitätsgesetzes. Das erste Gesetz bundesweit, das sich explizit um Radfahrerbelange  kümmert, wurde Wirklichkeit. „In Deutschland wird ein neues Kapitel der Verkehrspolitik aufgeschlagen“, jubelte Ragnhild Sørensen vom Verein Changing Cities, der es mit anderen Akteuren der Zivilgesellschaft erstritten hatte, an jenem Donnerstag. Es war ein Moment der Freude und der Hoffnungen – obwohl man damals schon warnte, dass zu hohe Erwartungen geweckt würden. Am dritten Jahrestag des Parlamentsbeschlusses ist die Euphorie verflogen. Am Montag zog Sørensen eine verheerende Bilanz: „Seit drei Jahren haben wir das Gesetz, doch de facto ist nichts passiert.“

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.