Berlin - Dass dieses Jahr ein Krisenjahr ist, weiß die Luftfahrtbranche schon seit Längerem, sagt Enrico Rümker. „Aber im Sommer haben wir nicht damit gerechnet, dass es noch einmal so schlimm wird“, so der Sekretär der Gewerkschaft Verdi. Wie an anderen Flughafenstandorten sei der Luftverkehr in Berlin während der zweiten Coronaw-Welle „massiv eingebrochen“. Das trifft den sechs Milliarden Euro teuren BER, der erst drei Wochen am Netz ist, hart. Der neue Berlin-Brandenburger Flughafen ist kaum ausgelastet, wie eine erste Bilanz ergab. Nach Informationen der Berliner Zeitung ist das Fluggastaufkommen in Berlin auf rund ein Zehntel des Vorjahreswerts zusammengeschmolzen. Dem Vernehmen nach wird der Flughafen-Aufsichtsrat während seiner nächsten Sitzung am Freitag über Einsparmöglichkeiten beraten. Berichten zufolge könnte eine Variante darauf hinauslaufen, dass der frühere Flughafen Schönefeld und die südliche Start- und Landebahn vorübergehend geschlossen werden.

Wie viele Menschen die Aussichtsplattform bislang frequentiert haben, teilt die Flughafengesellschaft FBB gern mit. „Seit dem 1. November haben in Summe rund 50.000 Gäste die Besucherterrasse am BER besucht“, berichtet Sprecherin Sabine Deckwerth. „Die Resonanz auf das neue Terminal ist sehr positiv.“ Wenn es allerdings um das Passagieraufkommen geht, zeigt sich das Unternehmen einsilbig. Derzeit nur so viel: „Wir geben die Fluggastzahlen jeweils zu Beginn des Folgemonats bekannt.“

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