In einem Berliner Club hat es eine große Razzia gegeben. Die Polizei durchsuchte das „Yaam“ im Stadtteil Friedrichshain am Dienstagabend, nachdem sie einen Hinweis von einem mutmaßlichen Drogendealer bekommen hatte.

Zuvor hatte die Polizei nach eigenen Angaben beobachtet, wie ein 31-Jähriger einen Gegenstand aus einem Gebüsch im Görlitzer Park im Stadtteil Kreuzberg holte. Er setzte sich auf eine Bank, ein 22-Jähriger nahm ebenfalls Platz. Als die Fahnder die beiden ansprachen, versuchte der 22-Jährige zu fliehen. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd wurde er festgenommen und man fand neun kleinere Päckchen mit Drogen bei ihm, die er nach eigener Aussage in dem Club bekommen hatte.

Drogen können niemandem zugeordnet werden

Mit diesem Hinweis erhielt die Polizei einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss, eine Einsatzhundertschaft durchsuchte das „Yaam“. Dort wurden zwar Drogen gefunden, sie konnten aber niemandem zugeordnet werden. Bei dem Rauschgift handelt es sich den Beamten zufolge um Marihuana sowie nicht näher benannte Pillen und Pulver. Wie viel beschlagnahmt wurde, teilte die Polizei nicht mit - allerdings twitterten die Beamten ein Foto, auf dem zu sehen ist, dass es sich nicht um geringe Mengen an Betäubungsmitteln handelt.

Nach etwa 2,5 Stunden rückten die Polizisten ohne weitere Festnahmen wieder ab. Da der Club am Spreeufer liegt, war neben 90 Polizeibeamten auch ein Boot der Wasserschutzpolizei im Einsatz.

Der 31-Jährige und der 22-Jährige wurden nach erkennungsdienstlichen Maßnahmen wieder entlassen. Den Angaben zufolge halten sie sich unerlaubt in Deutschland auf.  

Das Yaam liegt direkt am Spreeufer unweit der Schillingbrücke. Neben Partys und Konzerten finden dort regelmäßig Kunstprojekte und Workshops statt. Der Club bezeichnet sich auf seiner Internetseite als Club, Strandbar und Galerie. (BLZ/dpa)