Berlin - Mit dem Landeanflug kommt der Abschiedsschmerz. So war es am vergangenem Sonntag, als um 21 Uhr ein von der griechischen Insel Kreta kommender Airbus A320 mit 180 Passagieren Berlin ansteuert. Ich bin mit an Bord, schaue aus dem Fenster, als die abendlich erleuchtete Hauptstadt sichtbar wird. Diesen Blick von oben auf die Metropole genieße ich vor allem als Reporter in dieser Stadt immer wieder gerne, wenn ich mit meiner Familie von einer Urlaubsreise heimkehre. Doch diesmal ist es anders. Mich packt plötzlich die Wehmut. Denn ich werde zum letzten Mal in Tegel landen. Und das auch noch in einem ehemaligen Flieger der Air Berlin, die 2017 in die Insolvenz ging und die auf dem Flughafen Tegel einst ihr Zuhause hatte. Mit der BER-Eröffnung wird dieser Airport ebenfalls Berliner Fluggeschichte sein.

Den Mitreisenden in der Kabine scheint das wenig zu interessieren. Wer nicht gerade schläft, rückt die Rücklehnen seiner Sitze gerade, schnallt die Sitzgurte fest oder beruhigt seine Kinder. Kaum einer schaut so wie ich genau aus den Fenstern auf die sich unter uns ausbreitende Stadt. Wissen sie denn nicht, dass Passagiere diese Sicht aus der Vogelperspektive auf Berlin nie mehr sehen werden, wenn künftig die Flugzeuge aus aller Welt nur noch in Schönefeld landen?

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