E-Autorennen: Formel E hat Berliner Bezirken Sondernutzungsgebühr nicht bezahlt

Der Bezirk Mitte hat immer noch keine Sondernutzungsgebühr für das Formel-E-Rennen im Mai erhalten. Die Agentur, die die Verträge mit der Verwaltung aushandelte, hat Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt. Das bestätigt Baustadtrat Carsten Spallek. Nach Angaben des CDU-Politikers geht es um rund 200.000 Euro. „Wir können und dürfen darauf nicht verzichten“, sagt Spallek. „Die Gebühr war Bestandteil der Erlaubnis.“

Am 21. Mai waren elektrisch betriebene Rennautos der weltweiten Formel-E-Serie über die Karl-Marx-Allee und angrenzende Straßen gebrettert. Nach Auffassung des Bezirksamtes wurden die Straßen außerordentlich und damit kostenpflichtig genutzt. Da die Elektro-Boliden auch durch den Nachbarbezirk Friedrichshain-Kreuzberg rasten, verlangt auch das dortige Bezirksamt Geld: Insgesamt würden also rund 400.000 Euro fällig.

Beide Bezirke hatten das Rennen von Anfang an abgelehnt. Ob sie jetzt das Geld jemals erhalten werden, ist offen. Die Verhandlungen mit der Rennserie hat der Senat geführt. Nach Worten von Spallek könne es sein, dass dieser die Sache jetzt wieder an sich ziehe. „Wir jedenfalls haben korrekt abgerechnet“, so der Stadtrat.