An rund 400 Stellen in Berlin wird schon mit Kabeln Energie getankt. Doch nun soll die Zahl der Säulen, an denen Elektrofahrzeuge die Akkus aufladen können, vervierfacht werden. „Ende des nächsten Jahres soll es in Berlin rund 1600 öffentliche Ladepunkte geben,“ kündigte Wirtschafts-Staatssekretär Guido Beermann (CDU) am Donnerstag an. Im Mai soll entschieden werden, welches Unternehmen die Säulen aufstellt und betreibt. 1600 Ladestellen: eine weitere Zahl, die zeigen soll, wie der Senat die E-Mobilität fördert. Aber auch eine Zahl, die erst mal verwundert: Denn die Zahl der E-Autos ist geringer.

Ach ja, die Zahlen. Natürlich weiß Gernot Lobenberg, dass Autos mit Stromantrieb eine Minderheit darstellen. „Derzeit gibt es in Berlin rund 1300 Elektrofahrzeuge – Pkw und Nutzfahrzeuge“, sagte der Chef der landeseigenen Agentur für Elektromobilität (emo). Nur rund ein Fünftel gehört einzelnen Privatleuten, bei den meisten steht eine Firma als Eigentümer im Fahrzeugbrief. Car-Sharing-Firmen, die Autos zur gemeinschaftlichen Nutzung anbieten, haben 400 E-Autos im Einsatz – Tendenz steigend. Der Senat plant so viele neue Ladestellen, damit vor allem bei ihnen weitere Zuwächse möglich sind. Doch angesichts von 1,3 Millionen Kraftfahrzeugen, die in Berlin zugelassen sind, werden auch sie auf absehbare Zeit nicht den Unterschied machen.

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