Das Haus an der Reichenberger Straße gehört seit den 90ern der Familie B. In mehreren Fällen erhielten Mieter Eigenbedarfskündigungen, aber nicht immer zogen die Angehörigen der Eigentümer auch ein.
Foto Markus Wächter

Berlin-Kreuzberg - Ein blaustichiger Morgen Ende Oktober bricht an, als sich vor dem Eingang des Amtsgerichts Tempelhof-Kreuzberg eine Gruppe Menschen versammelt, es mögen 60 oder 70 sein, vielleicht mehr. In dem Prozess, der gleich im Saal A262 beginnt, soll über eine Räumungsklage verhandelt werden. Die Leute sind hier, um der Mieterin beizustehen. Die Frau lebt seit 34 Jahren mit ihrem Partner in der Reichenberger Straße 73, vierte Etage. Im Sommer 2018 erhielt sie die Kündigung, darin steht: Ihre Wohnung werde von der Cousine der Eigentümer „dringend benötigt“.

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