Berlin - Peter Kalus findet an diesem Dienstag vor der Schwurgerichtskammer des Potsdamer Landgerichts klare Worte, als er über die Persönlichkeit des Angeklagten spricht. Überheblich, eitel, arrogant, despotisch, geltungssüchtig und rachsüchtig wirke der 65 Jahre alte Wolfgang L., sagt der psychiatrische Sachverständige. Dem Angeklagten seien Statussymbole sehr wichtig: Häuser, Autos, Geld sowie eine junge, hübsche Frau an seiner Seite. Eine Frau zum Herzeigen, eine Frau, die überdies auf ihn hört. Eine Frau, wie sie seine Ehefrau Dorota war. Bis sie von Wolfgang L. getötet wurde.

Der gelernte Dachdecker soll am 11. Mai 2020 seine 40-jährige Ehefrau Dorota L. in Glindow (Potsdam-Mittelmark) heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen getötet haben. Und zwar auf dem Grundstück, auf dem sie seit der Flucht vor ihm zusammen mit den Kindern gelebt hatte. Wolfgang L. soll seiner Frau im Gartenteich ein Messer in den Körper gerammt und den Kopf der schwerverletzten Frau anschließend drei bis fünf Minuten lang unter Wasser gedrückt haben - mit einem triumphalen Grinsen im Gesicht, so sagten Zeugen aus.

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