Berlin - An der Wand des früheren Warenhauses für US-Militärangehörige ist das Bildnis eines Mannes aufgesprayt; halb Mensch, halb Elefant. Er hat eine lange, rote Mohrrübennase, viele Zahnlücken, Bartstoppeln, trägt Klamotten wie ein Sträfling und einen roten Stern an der Mütze. Vom Teufelsberg im Grunewald wurde zwischen 1961 und 1992 der Funk- und Fernmeldeverkehr der Staaten des Warschauer Pakts belauscht. Die Field Station Berlin war während des Kalten Krieges eine der wichtigsten Spionagestationen in Europa. Und es ist vorstellbar, dass die dort Stationierten ähnliche Monster-Fantasien hegten, wie sie der unbekannte Sprayer Jahre danach auf der Wand verewigte.

Planen flattern im Wind

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