Neben den schon bestehenden Ausstellungen im Stasi-Museum sollen weitere Angebote folgen.
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Berlin-LichtenbergDie frühere Stasi-Zentrale in Lichtenberg wird   weiter zu einem Lern- und Erinnerungsort ausgebaut, an dem die Werte der Demokratie vermittelt werden. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen. Zusammen mit der Öffentlichkeit soll der sogenannte Campus der Demokratie entwickelt werden.

Schon 2018 hatten sich Abgeordnetenhaus und Senat zu einer Fortentwicklung des Gebäudekomplexes bekannt, der jahrzehntelang ein Ort der Unterdrückung war. Seither setzt sich das von der Stadtentwicklungsverwaltung beauftragte Standortmanagement für die Entwicklung des Areals zwischen Rusche-, Normannen- und Magdalenenstraße ein. Neben den bereits etablierten Angeboten des Stasi-Museums, den Ausstellungen „Einblick ins Geheime“ und „Revolution und Mauerfall“ sollen nun weitere Angebote   folgen.

Forum Opposition und Widerstand

Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) interpretierte den Bundestagsbeschluss vom 26. September 2019 als klares Bekenntnis zu dem historischen Ort. An jenem Tag hat der Bundestag beschlossen, dass die Akten des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen bis 2021 ins Bundesarchiv überführt werden sollen.

Zugleich wurde festgelegt, dass auf dem früheren Stasi-Gelände ein Archivzentrum entstehen soll, das die fachgerechte Aufbewahrung der Akten garantiert und den Zugang für Wissenschaftler, Journalisten und Privatpersonen erleichtert. Zudem ist ein „Forum Opposition und Widerstand“ geplant. „Das hat große Bedeutung für die Stadt Berlin als Ort der Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts“, sagte Lompscher.

Auch die Opposition setzt sich für den Erhalt des Gelände ein: „Der Senat ist stärker denn je aufgefordert, diesen historischen Ort in Zusammenarbeit mit allen Eigentümern, Nutzern und den Opferverbänden dauerhaft zu sichern und das bestehende Gesamtensemble zu erhalten“, sagte CDU-Fraktionschef Burkard Dregger.