Auf dem denkmalgeschützten Flughafengebäude in Tempelhof soll eine 600 Quadratmeter große Dachterrasse aus Holz entstehen – und der ehemalige Tower des Airports soll zum Aussichtspunkt umfunktioniert werden. Das sieht der  Entwurf des Architekturbüros :mlzd aus Biel in der Schweiz vor, das den Wettbewerb zur Öffnung des Airports rund um den  ehemaligen Tower gewonnen hat.

Wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Freitag mitteilte, sollen die Flächen am westlichen Ende des Gebäudes bis zum Jahr 2019 öffentlich zugänglich gemacht werden. Unterhalb der Dachterrasse  sind dabei Ausstellungsflächen und ein Café vorgesehen. Das sechste Obergeschoss werde dafür „entkernt“, wobei die Architekten die alte Bausubstanz sichtbar machen, sagte der Sprecher der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Martin Pallgen.

150.000 Besucher pro Jahr erwartet

„Das mit dem ersten Preis ausgezeichnete Projekt der Architekten :mlzd überzeugte die Jury durch die gelungene Verbindung zeitgemäßer Nutzungsangebote mit einem sensiblen Eingehen auf die sehr heterogene Substanz des bestehenden Bauwerks“, erklärte der Preisgerichtsvorsitzende Jörg Springer.

Die Neugestaltung soll im nächsten Jahr beginnen. Die Kosten für das Projekt „Tower Flughafengebäude Tempelhof“ belaufen sich auf 8,36 Millionen Euro. Als nationales Projekt des Städtebaues fließen Fördermittel des Bundes und des Landes in den Umbau. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erwartet 150.000 Besucher pro Jahr. Der Besichtigungsbereich um den Tower soll an rund 300 Tagen geöffnet sein. Ab 10. August werden alle Wettbewerbsarbeiten im Flughafen ausgestellt.