Der Bundespresseball wird 2014 auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof gefeiert. Nach 15 Jahren im Hotel Interconti bekommt der Ball „ein neues Gesicht“, wie Gregor Mayntz, Vorsitzender der gastgebenden Bundespressekonferenz, am Dienstag mitteilte. Dass sich organisatorisch anspruchsvolle Veranstaltungen auf dem Tempelhofer Flughafengelände gut abwickeln lassen, bewies zuletzt die Verleihung der Goldenen Kamera.

Für den Ball enden damit die Beschränkungen durch die Räumlichkeiten im Interconti, wo die Decken relativ niedrig hängen und nur ein Teil der Ballgäste in den gar nicht so großen größten Saal passte. Ein einheitliches Ballerlebnis gab es dort nicht, denn die Gäste mit Tischplätzen saßen im Saal und die Flanierkarteninhaber waren in den Foyers unterwegs.

Das wird sich beim nächsten Ball im November ändern. Tisch- und Flanierkarten soll es zwar weiterhin geben, allerdings in einem Saal mit einem gemeinsamen Unterhaltungsprogramm. Organisator Alfred J. Gertler: „Wir gehen mit dem Bundespresseball in die sehr schöne Tempelhofer Abflughalle, die hat ihren eigenen Charakter und viele verbinden mit ihr eigene Erinnerungen.“

Auch die Hangars wurden in Erwägung gezogen, dann aber verworfen. Sie haben den Charakter von Mehrzweckhallen, dafür hätte man nicht nach Tempelhof gehen müssen. Wegen der räumlichen Gegebenheiten wird der Ball etwas kleiner werden und nur noch etwa 2000 statt bisher 2500 Gäste begrüßen.

Gute Nachricht für die jüngeren Ballgäste, denen auf den bisherigen Bundespressebällen die wilde Tanzerei zu Diskomusik immer besonders gut gefallen hat: Diese Gelegenheit wird es auch in Tempelhof geben. Das Flughafenrestaurant auf der Galerie mit seinem Blick auf das ehemalige Flugfeld soll am Ballabend zur Diskothek werden.