Ein Nest des Eichenprozessionsspinner an einem Baumstamm. 
Foto: dpa/Bernd Thissen

BerlinAn Berliner Bäumen sind momentan wieder die für Allergiker gefährlichen Eichenprozessionsspinner aktiv. „Das Aufkommen an Eichenprozessionsspinnern ist vergleichbar mit dem Vorjahr“, sagte Wildtier-Experte Derk Ehlert von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz der Deutschen Presse-Agentur.

2019 gab es einen Anstieg um etwa ein Drittel im Vergleich zu den Vorjahren. „In Berlin gibt es aber längst nicht so viele Eichenprozessionsspinner wie in anderen Bundesländern“, so Ehlert. Die Nester würden von Fachfirmen abgesaugt.

Gefährliche Brennhärchen

Die Schmetterlingsraupe ist durch ihre durch die Luft wirbelnden Härchen seit einigen Jahren in vielen Regionen zum Problem geworden. Die Raupen fressen austreibende Knospen und Blätter von Eichen und bilden etwa am Stamm auch größere Nester. Kommt man mit den Brennhärchen in Kontakt, kann es wegen des enthaltenen Nesselgifts zu Hautirritationen, Augenreizungen, Fieber, Schwindel und in einzelnen Fällen zu allergischen Schocks kommen. Die Brennhärchen sind ein Schutz für die Tiere.

Außerdem seien an Sträuchern und Bäumen verstärkt Schwammspinner zu beobachten, die für den Menschen ungefährlich seien, sagte Ehlert. Die Raupen der Schwammspinner schützen sich mit ihren Gespinsten vor Feinden, wie etwa Vögeln.