Berlin - Die Corona-Pandemie führt nicht zu sinkenden Preisen bei Wohneigentum, hat aber einen Einbruch bei den Verkaufszahlen von Büro- und Geschäftshäusern zur Folge. Das geht aus dem vorläufigen Bericht zum Berliner Immobilienmarkt 2020 hervor, den der Gutachterausschuss für Grundstückswerte am Dienstag präsentierte. Die Preise für neu errichtete Ein- und Zweifamilienhäuser in Berlin sind danach um neun Prozent gestiegen - von 3965 Euro im Jahr 2019 auf 4345 Euro je Quadratmeter Wohnfläche im Jahr 2020. Eigentumswohnungen verteuerten sich beim Erstverkauf um zwei Prozent: von durchschnittlich 6080 Euro auf 6190 Euro je Quadratmeter Wohnfläche.

Der Bericht des Gutachterausschusses beruht auf den abgeschlossenen Kaufverträgen im vergangenen Jahr und bildet damit die Marktentwicklung im Gegensatz zu vielen anderen Studien besonders realitätsnah ab. Die Zahl der Verkäufe auf dem Berliner Immobilienmarkt ging dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr um elf Prozent auf 23.681 Transaktionen zurück. Ein Grund dafür ist, dass die Zahl der Verkäufe von Büro- und Geschäftshäusern um 31 Prozent sank. Der Geldumsatz verringerte sich von knapp 21,5 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf 18,2 Milliarden Euro im Jahr 2020 – ein Minus von 15 Prozent. Der Mietendeckel hat sich laut dem Bericht kaum auf die Verkäufe ausgewirkt. Das mittlere Kaufpreisniveau für Wohn- und Geschäftshäuser ist dem Bericht zufolge um rund neun Prozent gesunken.

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