Der Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg darf kein Eintrittsgeld nehmen. Der Platz sei eine öffentliche Grünanlage und müsse von jedem kostenfrei genutzt werden können, entschied das Berliner Verwaltungsgericht in einem Eilverfahren.

Laut Website des Weihnachtsmarktes mussten Gäste bislang drei Euro Eintritt zahlen, ermäßigt einen Euro. Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hatte das Eintrittsgeld bereits Ende November verboten. Dagegen wollte der Veranstalter vorgehen.

Diesen Antrag lehnte das Verwaltungsgericht nun ab. Die Entscheidung habe zunächst keine Folgen für andere Weihnachtsmärkte, erklärte ein Gerichtssprecher am Freitag. Ob Weihnachtsmärkte Eintritt verlangen dürften, sei immer von Absprachen und den jeweiligen Plätzen abhängig.

Der Charlottenburger Weihnachtsmarkt-Veranstalter kann Beschwerde gegen die Entscheidung einlegen. Er war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. (dpa)