Berlin - Nach dem Arbeitskampf ist vor dem Arbeitskampf. So viel steht fest, sagt Detlef Gangelmayer. „Falls sich der Arbeitgeber nicht auf uns zubewegt, wird es weitere Warnstreiks geben“, sagt Gangelmayer, Mitglied der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), am Donnerstag. „In all den Jahren müsste der Arbeitgeber eigentlich schon längst gemerkt haben, dass wir es ernst meinen.“ Stattdessen hätten die Manager der Deutschen Bahn (DB) wieder einiges dafür getan, die Belegschaft gegen sie aufzubringen. Es gebe viele Gründe, warum so viele Eisenbahner an dem Warnstreik teilgenommen haben, der an diesem Freitag um 2 Uhr früh enden sollte. „Der Vorstand treibt unserer Gewerkschaft die Leute in die Arme“, sagt der Lokführer aus Bestensee südöstlich von Berlin.

Der 63-Jährige sitzt in einem Besprechungsraum des GDL-Bezirks Nord-Ost, der hinter dem Berliner Ostbahnhof sein Büro hat. Seit 2015 hatte die GDL nicht mehr dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Jetzt musste es wieder sein, sagen Gewerkschafter.

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