BerlinDas Leben ist Scheitern, denn es endet mit dem Tod – so kann die Welt gesehen werden. Aber ganz ehrlich: Warum sollten wir dies tun? Dann hätten wir gar keinen Spaß mehr am Leben. Und die vergangenen Monate waren sowieso schon das Gegenteil der früher so gern beschworenen Spaßgesellschaft: Corona, Pandemie, Wirtschaftskrise, Lockdown, US-Wahlkampf, Brexit und so weiter. Es ging um Krankheit, Tod oder die Gefahr des großen politischen Scheiterns. Meist war die Aufregung groß und die Untergangstimmung förmlich zu greifen.

Wie negativ die Sicht ist, zeigte sich auch in all den Überschriften, die sich nach Silvester fanden. Der Tenor: 2020 war fast alles schlecht. Diese Sicht werden viele verneinen, nicht nur die Eltern jener 40.000 Kinder, die im Vorjahr in Berlin geboren wurden. Doch der Blick aufs Negative steht meist im Vordergrund. Und auch der Ausblick für 2021 ist bei vielen getrübt, trotz Impfstoff, Biden und Brexit-Deal. So gießt ein führendes Online-Medium die Hoffnung für 2021 zwar in den Satz: „Es kann nur besser werden.“ Aber dann wird schnell ein „Wirklich?“ angefügt.

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