Stay Late - fordert dieses Grafitti an einer Wand in Berlin. 
Foto: imago

BerlinBerlin führt eine Sperrstunde ein, das erste Mal seit 71 Jahren. Der Berliner Senat macht mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ernst. Die Stadt wird für die Zeit zwischen 23 und 6 Uhr quasi geschlossen. In dieser Zeit müssen alle Einrichtungen außer Apotheken und Tankstellen schließen. Diese Regelungen treten am Sonnabend in Kraft und gelten bis zum 31. Oktober. Aus aktuellem Anlass blicken wir zurück und erklären, warum Berlin 71 Jahre lang keine Sperrstunde hatte.

Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie galt Berlin als Stadt, die niemals schläft. Kneipen, Bars und Clubs waren immer geöffnet und ein Garant für lange Partynächte. Berlin hatte sich den Mythos einer europäischen Partymetropole erworben. Die langen Partynächte hatten mit einer historischen Errungenschaft zu tun, die man heute fast schon vergessen hat: 1949 wurde in Berlin die Sperrstunde abgeschafft.

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