BerlinAm Mittwoch hat die Rosa-Luxemburg-Stiftung ihr neues Domizil in Berlin eröffnet – nach drei Jahren Bauzeit. Es steht in der Straße der Pariser Kommune 8A in Friedrichshain, nicht weit vom Ostbahnhof entfernt. Der Backsteinbau mit den auffälligen X-förmigen Stützen aus Stahlbeton kostete 24,7 Millionen Euro und bietet der Stiftung, die der Linken nahesteht, Platz für 155 Arbeitsplätze. Beim Bau sei darauf geachtet worden, dass soziale Standards eingehalten werden, berichtete Stiftungs-Geschäftsführerin Daniela Trochowski. So sei beispielsweise durch einen Ombudsmann der Gewerkschaft auf der Baustelle sichergestellt worden, „dass alle Beschäftigten am Bau nach Tariflohn bezahlt wurden“.

Die Fassade des Neubaus soll auch zur Verbreitung politischer Botschaften genutzt werden. Zum Auftakt wurde am Mittwoch ein fast 19 Meter hohes Banner mit dem Slogan „Keine WARE. STADT.“ angebracht – als ein Statement gegen Profitinteressen und Werbung für erschwinglichen Wohnraum.

Zum bevorstehenden 150. Geburtstag von Rosa Luxemburg am 5. März 2021 plant die Stiftung vielfältige Aktivitäten. Eine erste Ausstellung unter dem Titel „Ein neues Kleid für Rosa“ wurde am Mittwoch in den neuen Stiftungsräumen eröffnet. Die Ausstellung ist bis Ende Februar 2021 täglich von 9 bis 18 Uhr zu sehen.