Mario Flach (links) vor seiner Mostquetsche. Auch Gerald Thomas gehört zu den Kunden.
Foto: Berliner Zeitung / Thomas Uhlemann

Berlin - Die Kleingarten-Zeit nähert sich dem Ende, doch jetzt, im Herbst, freuen sich viele Hobby-Gärtner über kiloweise Äpfel und Birnen. Es ist der große Auftritt für den kleinsten Saftladen Berlins – und er ist der Chef: Mario Flach betreibt die „Mobile Mostquetsche“, eine Mosterei auf Rädern. Mit dem High-Tech-Wagen fährt er durch Berlin, verarbeitet die Ernten der Laubenpieper zu Saft. Und belebt damit ein beinahe verloren gegangenes Handwerk völlig neu.

Gerald Thomas hält mit seinem Pkw auf dem Besucherparkplatz der Späthschen Baumschule in Treptow. Der Kofferraum geht auf – und darin: Birnen über Birnen, verpackt in Kisten. „Ich habe ein Grundstück in Altglienicke, dort steht ein einziger Birnbaum“, sagt der 70-Jährige. „Voriges Jahr waren nur zehn Kilo Früchte dran, aber in dieser Saison hat er wesentlich besser getragen.“ 200 Kilogramm Birnen konnte der Rentner ernten. „Ein paar haben wir verschenkt und selbst gegessen – aber so viel schafft ja niemand!“ Er schnappt sich eine Kiste mit Birnen, schüttet die Früchte auf ein Laufband an einer Seite der „Mobilen Mostquetsche“.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.