Berlin - Die Queen ist 2004 einmal mitgefahren, rund 150.000 Berliner und Touristen haben Berlin mit der Panorama-S-Bahn erkundet. Doch sie scheint verschwunden, und der FDP-Abgeordnete Stefan Förster wollte vom Senat wissen, was aus dem Zug geworden ist, und ob er irgendwann wieder durch Berlin fahren wird. Die Antwort ist ernüchternd.

Der Zug, 1999 für 6,3 Millionen DM aus normalen Waggons gebaut, steht fahruntüchtig in der Triebwagenhalle in Erkner. 2009 wurde er stillgelegt, weil die S-Bahn-Krise alle Werkstattkapazitäten in Beschlag nahm.

Der Panoramazug mit seinem gläsernen Dach war der Nachfolger eines vergleichbaren Zuges, der 1995 einen Unfall gehabt hatte. Die drei Wagen waren durchaus luxuriös: Die 65 Sessel ließen sich jeweils in Fahrtrichtung drehen, es gab eine Klimaanlage und eine behindertengerechte Toilette. In der Regel war er auf einem Rundkurs vom Ostbahnhof über den Südring und die Stadtbahn zurück zum Ostbahnhof unterwegs.

Foto: lbn/Robert Schlesinger
Der Panoramazug mit weit unter das Dach gezogenen Fenstern steht in Erkner in einer Triebwagenhalle.

Es wäre teuer, ihn wieder fahrfertig zu machen. Die Radsätze müssten ersetzt werden, weil die vorhandenen nicht mehr dem Regelwerk der Bahn entsprechen, die Zugsicherungstechnik entspricht ebenfalls nicht mehr dem notwendigen Stand.

Es fehlt auch an Personal, weil es für die Aufarbeitung der älteren, normalen Züge der Baureihen 480 und 481 gebraucht wird, teilte Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese mit: „Das würde das Berliner S-Bahn-System unverantwortlich schwächen.“

Ohnehin sei unklar, wie gefragt der Panorama-Zug wäre, wenn er denn wieder führe.