Hannah Merzouki und ihre Gang an ihrem Lieblingsort: einem Späti in der Danziger Straße.
Foto: Benjamin Pritzkuleit

BerlinBunte Discolichter flirren über den Gehsteig in der Oranienstraße. Es ist Wochenende, nach 22 Uhr. Stimmengewirr füllt die klare Nachtluft. Peng. Eine Flasche kracht auf den Asphalt. Am Tisch nebenan wird, davon unberührt, die nächste Runde Kurze mit Klatschen und Johlen in Empfang genommen. Die meisten Nachtschwärmer, die sich hier neben dem Oranienplatz treffen, bleiben lieber beim Klassiker: Flaschenbiere stehen auf improvisierten Möbeln, die der Betreiber der Spätverkaufsstelle aus Getränkekisten gebaut hat. Die bodentiefen Fenster des Ladens sind weit geöffnet, Gruppen sitzen darin wie im Schaufenster und verteilen sich vor dem Späti weiträumig über die Straße. Drinnen bedienen sich Kunden an den grell ausgeleuchteten langen Reihen gekühlter Flaschen und Dosen. Spätis sind in Berlin schon lange beliebt, aber noch nie waren sie es so sehr wie in diesem Sommer, dem Corona-Sommer.

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