Berlin - Tesla-Chef Elon Musk bekommt sicher ein Weihnachtsgeschenk aus Potsdam. Es gilt als wahrscheinlich, dass der US-Konzern noch dieses Jahr seine erste europäische Produktionsstätte für Tesla-Elektroautos endgültig genehmigt bekommt: Die sogenannte Tesla-Gigafactory 4, das Milliarden-Ding in Grünheide – die größte industrielle Einzelinvestition in Ostdeutschland seit dem Mauerfall. Ein Prestigeprojekt für Brandenburg.

Bislang baut Tesla das riesige Werk am östlichen Berliner Ring auf eigenes Risiko, da das Projekt abgelehnt werden könnte. Aber das ist inzwischen nicht mal mehr eine theoretische Größe. Denn die Zulassungsbehörde hat alle 19 Anträge für einzelne Bauabschnitte vorfristig genehmigt. Am Montag endete nun die letzte Anhörung der Kritiker.

Nun wird die Zulassungsbehörde des Umweltministeriums alle eingegangenen Einwände prüfen. Dass sie dann ein abschließendes Okay gibt, darüber sind sich auch die Kritiker einig. Denn die Landesregierung ist stolz, die Ansiedlung in die Mark geholt zu haben. Spannend wird, wie hart die Umweltauflagen für den Autobauer sein werden, der sich als Treiber einer modernen Mobilitätsstrategie sieht, als Motor des Umstiegs von Verbrennerautos auf solche mit Elektroantrieb.

Natürlich ist die Genehmigung kein Geschenk. Auch Großinvestoren müssen sich an Gesetze halten, aber es ist bekannt, dass die Behörden sich durchaus dem Willen von Musk gebeugt und eine schnelle Entscheidung versprochen haben – „Tesla-Tempo“ eben.

Da kommt doch wieder die Sache mit dem Weihnachtsgeschenk ins Spiel: Im Kaffeesatz steht, dass die Genehmigung noch in der ersten Dezemberwoche kommen könnte. Auch ein Multimilliardär wie Musk will für seine Großinvestition nämlich Fördermillionen haben – und die öffentlichen Geldtöpfe haben meist am 10. oder 15. Dezember Kassenschluss.