Berlin - Kriminelle dringen in die Höhle ihrer Jäger ein und bedienen sich an ihren Schätzen. Das ist dreist. Dabei war man bisher immer davon ausgegangen, dass das Polizeipräsidium am Platz der Luftbrücke bestens gesichert ist. Der Weg führt nur mit Dienstausweis, Termin oder Anmeldung an den Pförtnern und Sicherheitstüren vorbei. Dass Verbrecher freiwillig da rein gehen, war bis Montagmorgen unwahrscheinlich. Zum Dienstbeginn um 9 Uhr entdeckte der Museumsleiter in den Räumen der polizeihistorischen Sammlung den ersten Coup im Berliner Polizeipräsidium.

Mehrere Glasvitrinen und Schaukästen waren aufgebrochen. Antiquitäten wie Ordensschnallen, Dienstmarken, Auszeichnungen und Tschakos, also militärische Kopfbedeckungen aus der Weimarer Republik, fehlten. Die Täter hatten zudem das Bundesverdienstkreuz von Dr. Johannes Stumm mitgenommen. Der langjährige Berliner Polizeipräsident hatte unter den Nationalsozialisten die Polizei verlassen müssen und leitete die Westberliner Behörde nach dem Zweiten Weltkrieg von 1948 bis 1962.

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