Noch immer bedrohen Trümmer die Existenz von Yunus Uygur. die Eingangstür des „Mizgin Minimarkt“ ist wegen einer großflächig abgestürzten Decke versperrt. Mehrfach berichtete die Berliner Zeitung über das Drama in der Kanzowstraße. Doch es tut sich was. 

Die Bauaufsicht des Bezirks Pankow schickte am vergangenen Freitag einen Sachverständigen. Er machte Fotos und schrieb einen Bericht. Gestern untersuchte ein Statiker das Gebäude nahe dem S-Bahnhof Prenzlauer Allee. Die gute Nachricht: Das Haus ist nicht einsturzgefährdet. Allerdings stehen in naher Zukunft umfangreiche Bauarbeiten im Minimarkt an.

Denn laut einem weiteren vom Hauseigentümer in Auftrag gegebenen Gutachten wurde der Kiosk-Innenraum durch eine „ältere Deckenkonstruktion, die anscheinend von einem Vormieter nicht fachmännisch eingebaut worden ist“, verwüstet.

Klar ist, dass weder Uygur als aktueller Mieter noch der Eigentümer den Schaden verursacht haben - aus Versicherungsgründen für den Späti-Chef eine wichtige Feststellung. Entscheidender ist der Satz der Hausverwaltung BGP, der der Berliner Zeitung schriftlich vorliegt: „Der Eigentümer wird die Decke nun auf seine Kosten wieder fachmännisch herrichten.“

Wann es soweit ist und die heruntergefallene sogenannte Schüttung und die Metallgestänge der Unterdeckenkonstruktion beseitigt werden, ist unklar. Yunus Uygur jedenfalls ist froh, endlich einer Lösung nah zu sein. Denn obwohl er seinen Laden weder zum Verkauf nutzen noch ihn überhaupt betreten konnte, zahlte er tapfer die monatliche Miete von rund 2800 Euro.