Berlin - Hellmut Richter starb im Juni allein in einem Pflegeheim. Von seiner Familie konnte er sich nicht mehr verabschieden, weil sie wegen des Besuchsverbots während der Corona-Krise nicht mehr zu ihm durfte. Kurz vor seinem Tod durfte er nur seine Ehefrau Ingrid noch einmal durch eine Glasscheibe sehen. Die einsamen letzten Stunden des Vaters haben seinen Sohn, Matthias Richter, 56, traurig und wütend gemacht. Deshalb hat der Heilpraktiker aus Charlottenburg das Schicksal seines Vaters öffentlich gemacht. Er wünscht sich während der Pandemie mehr Sensibilität beim Abwägen der Schutzmaßnahmen und mehr individuelle Entscheidungen.

„Gestorben wird immer – fragt sich nur wie? In Zeiten von Corona wird vorsichtshalber zu Tode geschützt.“ Unter dieser Überschrift erschien vor ein paar Wochen ein langer emotionaler Beitrag von Matthias Richter bei Facebook über den leisen Tod seines Vaters.

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