Die Botschaft ist eindeutig: Je länger ein Kind eine Kita besucht, desto besser sind seine Deutschkenntnisse und damit seine Chancen, einen guten Schulstart hinzulegen. Zu dieser Einschätzung kommt Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU), der am Montag die Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen 2012 vorstellte. Für das Schuljahr 2012/13 wurden 14 463 Jungen und 13 696 Mädchen im Alter von fünf und sechs Jahren ärztlich untersucht, sie starten im August ins zweite Schuljahr. 39 Prozent der Kinder haben ausländische Wurzeln, also einen Migrationshintergrund, im Jahr 2005 war der Anteil mit 30,5 Prozent niedriger.

Wie Susanne Bettge von der Gesundheitsverwaltung sagt, haben sich die Deutschkenntnisse der Kinder mit Migrationshintergrund deutlich verbessert. Etwa 75 Prozent der Kinder weisen nach einem mindestens zweijährigen Kita-Besuch gute bis sehr gute Deutschkenntnisse auf, vor sieben Jahren lag der Wert bei lediglich 55 Prozent. Dagegen können mehr als die Hälfte der Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund, die keine Kita besuchen, gar nicht oder nur mangelhaft deutsch sprechen. Ein neues Problem sind laut Bettge zugewanderte Familien aus Rumänien und Bulgarien, deren Kinder zu 70 Prozent nur über unzureichende Deutschkenntnisse verfügen.

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