Berlin  - Einweg-Kaffeebecher sollen nach dem Willen von Berliner Umweltpolitikern und Deutscher Umwelthilfe (DUH) bald ausgedient haben.

Kaffeehausketten, Bäckereien und Tankstellenbetreiber werden mit einem Schreiben zur Verwendung von Mehrwegbechern aufgerufen, wie die DUH und die umweltpolitischen Sprecher der Grünen- und SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus am Freitag mitteilten. Einem Rechtsgutachten zufolge stehe auf Landesebene auch der Einführung einer Steuer auf Einweggeschirr nichts im Wege, hieß es. Die DUH fordert neben dem Mehrwegsystem eine Abgabe von 20 Cent pro Becher.

170 Millionen Einweg-Kaffeebechern pro Jahr in Berlin

Mit einem Verbrauch von 170 Millionen Einweg-Kaffeebechern pro Jahr ist Berlin den Angaben zufolge bundesweit Spitzenreiter. Dadurch entstünden Tonnen an Abfall. Die Becher können nach DUH-Angaben wegen des enthaltenen Kunststoffs nur eingeschränkt recycelt werden. (dpa)