Fritz ist tot. An diese drei Worte muss man sich nun gewöhnen. Noch klingen sie falsch, einfach unwahr. Nun ist das kleine Bärchen mit nur vier Monaten gestorben - und trifft damit die Hauptstadt mitten ins Herz.

Stich ins Herz: Die Reaktionen auf Fritz' Tod

Erst am Montagabend noch erreichten uns zahlreiche Nachrichten per WhatsApp, nachdem die Eilmeldung um den erkrankten Fritz veröffentlicht wurde. "Der kleine Eisbär soll leben", schreibt Leser Bernd. Die Hoffnung war groß. Doch dann der Schock: Am Dienstagmorgen wird bekanntgegeben, dass es der Bär nicht geschafft hat. Fritz ist tot. Die Nachricht verbreitete sich auf WhatsApp, Facebook und Twitter.

Fritz - bei Jedermann beliebt

Bei Twitter trendete "Fritz" innerhalb von kurzer Zeit auf Platz 1:

Auch auf Facebook wird getrauert. "Das war ein kurzes, aber schönes Treffen mit Dir, Du süßes Berliner Bärchen", schrieb eine Leserin der Berliner Zeitung. Eine andere schreibt: "Schade um den Knuffel. Das Leben ist endlich. Und kostbar. Wird einem gerade dann bewusst, wenn ein Liebling "vor der Zeit" gehen muss. Es geht nicht der Reihe nach. Ging es noch nie."

Kritische Stimmen gegen Zoo und Tierpark

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Eisbär in Berlin stirbt. Schon Knut und der Zwilling von Fritz sorgten für Trauer in der Hauptstadt. Einige Menschen reagieren nun mit Resignation, andere geben dem Tierpark die Schuld und stellen die Aufzucht in Gefangenschaft in Frage.

"Besser so wie lebenslang, nicht artgerecht, auf ein paar Quadratmetern angegafft zu werden.War sowieso wieder nur ein Geschäft!", kommentiert Facebook-Nutzer Robin.

"Eisbären gehören nicht in den Zoo", schreibt ein WhatsApp-Abonnent der Berliner Zeitung.

"Wird der kleine Kerl jetzt auch so ekelhaft ausgestopft zur Schau gestellt wie Knut?" - Eine Frage, die viele Netz-User interessiert.

Schon bei Eisbärlegende Knut wurde dieses Vorgehen kritisiert - schließlich solle auch ein Eisbär ein Recht auf Ruhe und Frieden haben. Zunächst war unklar, ob Fritz nach der Autopsie, die am Dienstagmittag stattfinden soll, beerdigt oder ebenfalls dem Naturkundemuseum zur Verfügung gestellt werden soll. Nach der Pressekonferenz des Berliner Tierparks ist nun klar: Fritz wird nicht ausgestopft.

Einige Berliner resignieren - sie wollen nicht noch einmal um einen Eisbären trauern müssen. So schreibt Berliner Zeitung-Leser Fabian: "Ruhe in Frieden! Berlin sollte keine Eisbären mehr kriegen. Alles sehr merkwürdig."

Aber ob Trauer, Resignation oder Kritik - eines ist sicher: