Berlin - Das Elektroautorennen auf der Karl-Marx-Allee 2016 wird ein einmaliges Ereignis bleiben. 2017 und in den folgenden Jahren wird die Motorsportveranstaltung Formel E dort nicht mehr stattfinden. Das teilte die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mit.

„Am Strausberger Platz wird es kein Elektroautorennen geben“, sagte  Matthias Tang, Sprecher der neuen Senatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne), am Sonntag.

Rennen am ehemaligen Flughafen Tempelhof?

Der Senat setzt sich dafür ein, das Rennen zum ehemaligen Flughafen Tempelhof zurückzuverlegen – dort, wo es 2015 in Berlin erstmals stattgefunden hatte. Beim Termin bleibt es. Für das Rennen am 10. Juni 2017 hat der Kartenverkauf begonnen.

„Wir wollen die Formel E in Berlin halten, weil wir wissen, dass es auch für eine solche Veranstaltung Fans gibt“, sagte Staatssekretär Jens-Holger Kirchner (Grüne). Allerdings habe das Rennen, das am 21. Mai 2016 auf einem rund zwei Kilometer langen   Parcours stattgefunden hatte,  tagelang zu  Verkehrseinschränkungen geführt. Anwohner und Bezirkspolitiker beschwerten sich außerdem über Lärm. Darum habe sich der Senat  nach Alternativen umgeschaut. Die beste Bewertung bekam Tempelhof.

„Wir könnten uns vorstellen, dass die Formel E dort längerfristig stattfindet“, so Kirchner. Im Gespräch sei, eine solche Nutzung für die nächsten fünf Jahre zu vereinbaren. Dem Vernehmen nach prüft die Senatskanzlei, ob Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) die Schirmherrschaft über das Elektroautorennen übernimmt.

Dass im ehemaligen Tempelhofer Flughafengebäude Flüchtlinge untergebracht sind, müsse kein Hindernis sein. „Die Situation entspannt sich derzeit“, sagte Kirchner. Als neuer Schauplatz des „Berlin ePrix“ sei auch die Avus geprüft worden. Sie fiel aus, weil sie als wichtiger Berlin-Zubringer offen bleiben muss. Auch die Straße des 17. Juni würde sich nicht eignen, hieß es.

Mehr als 14.000 Zuschauer hatten die FIA Formula E Championship in Berlin 2016 verfolgt. Die Veranstalter mussten dem Bezirk  rund 200.000 Euro Gebühren zahlen.