Berlin - Nachdem auf der Elsenbrücke in Berlin-Treptow Risse festgestellt wurden, ist weiter unklar, wie schwer die Schäden sind. Die Untersuchungen an den Haupttragelementen und anschließende Auswertungen dauern voraussichtlich sechs Wochen, also bis Ende Oktober. Das teilte die Senatsverkehrsverwaltung am Montag mit.

Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos) hatte die Untersuchungsergebnisse über die Schwere der Schäden zunächst früher erwartet. Es werde geprüft, ob die Brücke instandgesetzt werden könne oder ob der östliche Teil abgerissen werden müsse.

Gut 50 Jahre alt

Die über die Spree führende Elsenbrücke besteht aus zwei parallel verlaufenden, aber getrennten Bauwerken. In einem davon seien „sehr große Risse” festgestellt worden, so die Senatorin. Die betroffene Seite der stark befahrenen Brücke wurde deshalb am 31. August gesperrt. Die Risse müssen sich nach Angaben von Günther innerhalb kurzer Zeit gebildet haben, denn bei einer Begehung acht Wochen zuvor seien sie nicht zu sehen gewesen.

Autos in Richtung Ostkreuz werden derzeit über die Gegenfahrbahn auf dem westlichen Brückenüberbau geleitet. In beide Richtungen stehen zwei Fahrspuren zur Verfügung. Sonst sind es je Richtung drei. Die Elsenbrücke wurde im Jahr 1968 eröffnet. (dpa)