Berlin/Potsdam - Der Einfluss der sozialen Herkunft auf die Bildungschancen ist in Brandenburg als einzigem Bundesland in Deutschland gewachsen. In allen anderen Bundesländern wurde der Unterschied bei den Lesekompetenzen zwischen Neuntklässlern aus Arbeiter- und Akademikerhaushalten von 2009 bis 2015 dagegen geringer, wie aus dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten „Chancenspiegel 2017” der Bertelsmann-Stiftung und zweier Hochschulen hervorgeht. Als positiv loben die Autoren dagegen Entwicklungen bei der Durchlässigkeit des Schulsystems: Wechselte 2002 nur rund jeder dritte Grundschüler auf ein Gymnasium, waren es 2014 fast 45 Prozent. (dpa/bb)