Louis Hofmann (r.) ist Schauspieler. Hier in der Netflix-Serie „Dark“.
Foto: imago images/netflix/Stefan Erhard

BerlinDas haben wir in den vergangenen Monaten nun also auch begriffen: Ein Fernsehgerät – mag es auch noch so groß sein – ist nur ein sehr unvollkommener Ersatz für das Gemeinschaftserlebnis, bei dem man mit wildfremden Menschen lacht, sich fürchtet und weint, während vorn auf einer richtig großen Leinwand der Film läuft. Dementsprechend dringend wurde die Rückkehr der Kinos herbeigesehnt. Nicht verwunderlich also, dass die Gastgeber der Wiedereröffnung des Kinos UCI Luxe am Mercedes-Platz in Friedrichshain mit Zusagen für ihren Eröffnungsabend am Mittwoch, bei dem sie den Film „Tenet“ von Christopher Nolan zeigten, von Zusagen überschwemmt wurden.

Sängerin Alexa Feser, Fußballprofi Max Kruse – der Neuzugang, um den Union Berlin aktuell beneidet wird –, Regisseur Burhan Qurbani („Berlin Alexanderplatz“), Model Micaela Schäfer und Schauspieler Werner Daehn gehörten zu denen, die eine von den knappen Karten für die Vorführung des Films auf der großen IMAX-Leinwand ergattern konnten.

Schauspieler Louis Hofmann, aktuell mit der finalen Staffel von „Dark“ weltweit bei Netflix zu sehen, ließ sich mit der Aussicht auf „Tenet“ locken: „Als es hieß, dass dieser Film vielleicht auf nächstes Jahr verschoben wird, machte mich das traurig. Auf den freue ich mich schon so lange.“ Für den Abend im Kino musste er sich nur zwischen drei Masken entscheiden: Ich habe eine selbst genähte, eine schwarze und eine FFP2-Maske.“

Für Hofmann hat Corona eine unerwartete Freiheit gebracht: „Ich steckte die letzten Jahre im Hamsterrad der Arbeit und hatte plötzlich Zeit für mich, was ich sehr genossen habe.“ Das Kino aber fehlte: „Also zehn bis 15 Kinobesuche sind bestimmt flöten gegangen. Ich habe das sehr vermisst, mich in einen Raum mit Menschen zu begeben, dem Film die volle Aufmerksamkeit zu widmen und mich der Geschichte hinzugeben.“ Bevor die Kinosäle wieder öffnen durften, schaute er sich draußen einen Film an: „Ich war im Freiluftkino Friedrichshain und habe ‚Kokon‘ gesehen. Das war wahnsinnig schön. Weil es ein Erlebnis ist, das man nicht durch Streaming oder einen Film im Fernsehen ersetzen kann.“

In normalen Zeiten, die wir nach wie vor nicht haben, gibt es bei ihm zwei Herangehensweisen für seinen Kinobesuch: „Ich plane gern, gehe aber auch einfach spontan in eines meiner Lieblingskinos, das in den Hackeschen Höfen und das Filmtheater am Friedrichshain. Ich setze mich dann einfach allein rein, was auch immer wieder eine schöne Erfahrung ist.“

Bei der Frage, ob er das Popcorn süß oder salzig nimmt, mag er sich nicht entscheiden: „Gemischt. Man will nichts verpassen und nimmt deswegen beides.“