Berlin - An einem sonnigen Tag steht Joachim Gericke in seiner VIP-Loge in der Alten Försterei und diskutiert das Logo für seinen Flüchtlingsverein. Es liegt als Zeichnung vor ihm auf dem Tisch: eine geöffnete Tür, darunter zwei Hände, zur Begrüßung verschlungen. „Das ist ja wie der sozialistische Gruß. Die Hände müssen weg“, sagt Gericke. Neben ihm stehen ein Mann und eine Frau. Der Mann leitet ein Flüchtlingsheim, die Frau den Wirtschaftsrat vom 1. FC Union. „Dann machen wir es so, die Hände weg, der Rest bleibt“, sagt sie und steckt das Blatt ein.

Es ist ein Donnerstag im Spätherbst. Normalerweise kommt Joachim Gericke sonnabends hierher in die Alten Försterei. Er ist Union-Fan und Bauunternehmer, wobei man das eine kaum vom anderen trennen kann. Gericke sitzt im Wirtschaftsrat von Union, seine Firma hat das Stadion umgebaut, und nun hat er auch noch einen Verein mitgegründet, der mit Union zu tun hat, aber auch mit seinem Unternehmen: Er will Flüchtlingen helfen, sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.