Berlin - Vom reetgedeckten Cottage wird man sie später schon riechen können, die duftenden englischen Rosen. Sie werden zwischen streng gestutzten Buchsbaumhecken gepflanzt. Hinter dem Häuschen, das aussieht wie eines, das früher mal ein Gärtner bewohnte, gibt es einen Küchengarten mit allerlei Kräutern. Und wer Lust auf einen Spaziergang hat, kann im Pleasure Ground unter großen Bäumen lustwandeln. Bis Frühjahr 2015 wird im Erholungspark Marzahn ein Englischer Garten entstehen. Am Mittwoch wurde der Grundstein gelegt.

Der Garten entsteht in Vorbereitung auf die Internationale Gartenausstellung (IGA), die 2017 in Marzahn stattfindet. Es ist die zehnte Anlage in der Reihe „Gärten der Welt“. Die sechs Hektar große Anlage entsteht im nördlichen Teil des Marzahner Parks. Der englische Landschaftsgarten wird nach einem Entwurf des Büros Austin-Smith: Lord LLP aus Manchester gebaut. Er wird aus einem Cottage, einem Cottage-Garten, Rosen- und Staudengarten, einer Obstwiese sowie ausgedehnten Rasenflächen bestehen. Die Kosten in Höhe von 3,85 Millionen Euro werden aus Bundes- und Landesmitteln finanziert.

Städtepartnerschaft mit dem britischen Halton

Großbritanniens Botschafter Andrew Noble freute sich: „Englische Gärten sind weltweit bekannt und seit langer Zeit ein Exportschlager.“ Sie widerspiegelten eine natürliche Landschaft, seien aber in Wirklichkeit wahre Kunstwerke. Er habe bereits viele schöne Englische Gärten in Deutschland gesehen. „Ich freue mich aber besonders, dass an dieser Stelle hier in Berlin noch einer entstehen wird.“ Auch Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) zeigte sich höchst erfreut: „Die Gärten der Welt sind eine großartige Parkanlage und werden ihre Bedeutung mit der kommenden IGA Berlin 2017 noch weiter ausbauen. Wenn wir als ersten Schritt dahin nun auch die englische Gartenkultur nach Berlin holen, dann ist das ein guter Tag für die Berliner Parklandschaft und für Berlin.“

Die Idee des Englischen Gartens im Erholungspark geht auf die Partnerschaft des Bezirks Marzahn-Hellersdorf mit der britischen Stadt Halton zurück. 2011 wurde ein landschaftsplanerischer Wettbewerb für den Garten durchgeführt, in dem sich das Team aus Manchester unter fünf Büros durchsetzte.

Die IGA 2017 wird nicht nur im Erholungspark mit den „Gärten der Welt“ stattfinden, sondern auch Teile des angrenzenden Wuhletals und den Kienberg umfassen. Gegenwärtig läuft dazu ein internationaler landschaftsgestalterischer Wettbewerb, der im September entschieden werden soll. Auch für den Neubau eines Besucherzentrums am Parkeingang Blumberger Damm gibt es einen Wettbewerb.

Weitere Informationen:

www.gaerten-der-welt.de