Entschädigung: 2800 Anträge aus Berlin an DDR-Heimkinderfonds

Berlin - Der Fonds zur Entschädigung ehemaliger Heimkinder in der DDR wird zunächst um 25 Millionen Euro in diesem Jahr aufgestockt. Diese Summe teilen sich der Bund sowie die fünf ostdeutschen Länder und Berlin je zur Hälfte, wie die Berliner Jugendverwaltung am Montag mitteilte. Wenn das Geld nicht ausreiche, könne die Summe auf bis zu 200 Millionen Euro erhöht werden, hieß es.

Wichtig sei, seine Ansprüche bis Ende September angemeldet zu haben. Nur wer sich bis zum 30. September bei der zuständigen Anlauf- und Beratungsstelle angemeldet hat, kann bis zum 30. Juni 2016 Ansprüche geltend machen.

950 Anträge positiv beantwortet

Das zunächst bereitgestellte Geld in Höhe von 40 Millionen Euro hatte längst nicht ausgereicht. Davon musste Berlin nach dem Verteilungsschlüssel 8,1 Prozent bezahlen, was 1,6 Millionen Euro entsprach. Insgesamt bewarben sich aus den ostdeutschen Ländern rund 15.000 ehemalige Heimkinder, um für das erlittene Unrecht mit bis zu 10.000 Euro entschädigt zu werden, sagte der zuständige Referatsleiter aus der Jugendverwaltung, Winfried Flemming.

Aus Berlin stellten seit Juli 2012 rund 2800 Menschen einen Antrag. Davon seien bisher erst rund 950 Anträge bearbeitet und positiv beschieden worden. Angesichts des Ansturms habe Berlin inzwischen zusätzlich 270.000 Euro bereitgestellt, um mehr Sachbearbeiter für diese Anträge einstellen zu können. (dpa/bb)