Berlin - Es soll 150 Meter in den Himmel ragen und die Form eines Kleeblatts haben – so sieht der preisgekrönte Entwurf für das erste neue Hochhaus auf dem Alexanderplatz nach der Wiedervereinigung aus. Der US-Investor Hines präsentierte am Montag die Pläne. Der Neubau soll nach einem Entwurf des US-Architekten Frank O. Gehry errichtet werden, der sich in einem Wettbewerb gegen acht weitere Architekten durchsetzen konnte.

„Wir wollen hier ein neues Wahrzeichen bauen, das die Skyline prägen wird“, sagte Hines-Geschäftsführer Christoph Reschke. Mit 150 Metern soll der Turm am Alex das höchste Haus der Stadt und das höchste Wohngebäude Deutschlands werden. In dem 39-stöckigen Hochhaus sollen in den unteren Geschossen ein Hotel und in den oberen Etagen zirka 300 Eigentumswohnungen entstehen.

Die Größe der Wohnungen reiche vom 40 Quadratmeter großen Apartment bis zum großzügigen Penthouse, sagte Reschke. Im nächsten Jahr soll der Bau beginnen, voraussichtlich 2018 soll er fertiggestellt sein. Hines will zwischen 200 und 250 Millionen Euro investieren. Zu den Preisen der Wohnungen sagte Reschke nichts.

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher lobte den geplanten Neubau und sagte, er passe hervorragend in das städtebauliche Konzept für den Alexanderplatz. Neben Hines gebe es noch weitere Bau-Interessenten, unter anderem für ein Hochhaus neben dem Einkaufszentrum Alexa.

Bevor der Bau des Hines- Hochhauses beginnen kann, muss der bisherige Bebauungsplan noch vom Abgeordnetenhaus geändert werden, weil das Hines-Hochhaus an einem anderen Standort errichtet werden soll, als zunächst geplant war. Parallel dazu soll der Masterplan von 1993 durch den Architekten Kollhoff verändert werden, sagte Lüscher. Hierzu müsse das Parlament aber noch den Auftrag erteilen. In diesem Zusammenhang soll auch geprüft werden, ob Gebäude aus der DDR-Zeit unter Denkmalschutz gestellt werden.