Berlin - Es ist eher selten, dass ein Bauprojekt billiger wird als geplant. Ob Großflughafen, Staatsoper oder Autobahn – üblicherweise steigen stets die Kosten. Doch es geht auch anders: Die Ufersanierung des Landwehrkanals ist für weniger als die Hälfte der einst errechneten 180 Millionen Euro machbar. Die Arbeiten, die im kommenden Jahr beginnen sollen, kosten den Steuerzahler maximal 70 Millionen Euro. Möglich wurde dies, weil engagierte Bürger die Planung vom „grünen Tisch“ nicht hinnehmen wollten und die Suche nach Sanierungs-Alternativen vorangetrieben haben. Eine entsprechende Vereinbarung mit dem Titel „Zukunft Landwehrkanal“ wurde am Dienstagnachmittag im Bundesverkehrsministerium unterzeichnet.

Sechs Jahre hat es gebraucht, bis diese Vereinbarung fertig war. So lange dauerte ein Mediationsverfahren, das jetzt offiziell beendet ist. Gut 140 Mal trafen sich Vertreter von 25 Bürger- und Naturverbänden, aus fünf Bezirken und zwei Senatsverwaltungen, von IHK, Reedereien und dem zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) zu Gesprächen.

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