Das Humboldt-Forum.
Foto: dps/Lisa Ducret

BerlinDas Humboldt-Forum in Berlin wird nicht wie geplant im September eröffnen. Die Stiftung Humboldt-Forum bestätigte am Dienstag entsprechende Informationen des RBB. 

Als Gründe werden weniger Facharbeiter auf dem Bau und Lieferengpässe angeführt. Diese Begründung wird von Seiten der Stiftung seit einigen Wochen genannt für den bisher unklaren September-Termin.

Gleichwohl will die Stiftung an einer Teileröffnung in diesem Jahr festhalten. So sollen Gastronomie, eine Ausstellung zur Geschichte des Ortes und die Schlosspassage für das Publikum zugänglich sein. Die geplante Elfenbeinausstellung kann wegen des eingeschränkten Leihverkehrs in diesem Jahr nicht mehr gezeigt werden.

Der 644 Millionen Euro teure Bau im Zentrum Berlins soll als Kultur- und Ausstellungszentrum eröffnet werden. Die Pläne des italienischen Architekten Franco Stella kombinieren Rekonstruktionen vor allem der Fassade des 1950 zerstörten früheren Stadtschlosses der Hohenzollern mit einer modernen Fassung des Gebäudes. Benannt ist das Forum nach dem Forscher Alexander von Humboldt (1769-1859) und seinem Bruder, dem Universalgelehrten Wilhelm von Humboldt (1767-1835).

Eine der größten Baustellen Berlins zählt zu den wichtigsten Kulturprojekten in Deutschland. Geplant war die Eröffnung ursprünglich bereits im vergangenen Jahr, dann kam es zu Verzögerungen. Aktuell ist eine Eröffnung in drei Etappen bis ins nächste Jahr vorgesehen.

Das 40.000 Quadratmeter umfassende Zentrum bespielen künftig die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit zwei ihrer Museen, das Land Berlin und die Humboldt-Universität. Gezeigt werden sollen Exponate aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien sowie Objekte zur Geschichte Berlins.