Nur ein paar Performer dürfen für den Livestream tanzen. Für Gäste herrscht weiter Tanzverbot. 
Foto: Berliner Zeitung/Benjamin Pritzkuleit

BerlinEs ist Sonnabend, 22.30 Uhr. Die Chefin öffnet selbst die Tür. Dominique Insomnia – ihr eingetragener Künstlername – trägt die blonden Haare zum Zopf und ist in Schwarz gekleidet: das Mieder, der lange Rock, der Totenkopf-Mundschutz. „Na, wer seid ihr denn?“, fragt sie mit rauer Stimme. „Dann kommt mal rein.“ Im Eingangsbereich leuchten Teppich und Wände rot, Kronleuchter baumeln von der Decke. In einer Vitrine neben dem Empfang liegt Sexspielzeug zum Verkauf, auch pinke Dildos mit dem Schriftzug des Insomnia. Die Bässe wummern laut. Das Insomnia, eigentlich Tanz-, Swinger- und Erotikclub, hat seit kurzem wieder geöffnet – irgendwie.

„Anything goes“, so könnte man das Credo des Insomnia normalerweise beschreiben. Hier soll absolute sexuelle Freiheit herrschen. Der Wochenplan vor der Tür verrät noch das alte Programm: Swingerpartys, „Dance&Play“-Partys, „Saturday Night Fuck“ oder „Sonntagsorgie“ hießen die Veranstaltungen hier. Aber auch Kuschelpartys oder Tango-Abende stehen auf der Liste.

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