Berlin - Der Bierpinsel ist wieder da! Das ästhetisch eigenwillige Wahrzeichen von Steglitz wurde nach elf Jahren des Leerstands an diesem Wochenende wieder genutzt – von der Kultur-Initiative „Disappearing Berlin“. 2700 Besucher bestaunten über den Sonnabend und Sonntag verteilt Konzerte, Kunst-Performances und Video-Installationen. „Mit Disappearung Berlin gehen wir an Orte, die verschwinden oder sich wandeln“, erklärte Hans Krestel vom Schinkel-Pavillon, der Mutterorganisation der Initiative.

Volkmar Otto
Kunst im Bierpinsel. Am Sonnabend und Sonntag zeigte „Disappearing Berlin“ Installationen und Performances.

Im Wandel befindet sich der Bierpinsel definitiv: 1976 als Turmrestaurant eröffnet, erhielt das futuristisch anmutende, 47 Meter hohe Gebäude schnell seinen Spitznamen und beherbergte Diskos, Bars und Kunst-Cafés. Nach wechselnden Betreibern und einem Wasserschaden war 2010 vorerst Schluss. Nach der Zwischennutzung für Kunst an diesem Wochenende soll der Bierpinsel künftig Büros beherbergen. Der neue Investor, das Berliner Immobilienunternehmen Immoma, will aber auch ein gastronomisches Angebot machen.