Die Leipziger Straße und der Leipziger Platz in Berlin-Mitte.
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BerlinLange dauert es nicht mehr, dann müssen sich viele Dieselfahrer in Berlin neue Wege suchen. Im Auftrag der Bezirke Mitte und Neukölln haben Baufirmen damit begonnen, an acht Straßenabschnitten Masten für Durchfahrverbotsschilder zu bauen. Sobald die Verkehrszeichen montiert sind, sind die Teilstücke für Diesel bis einschließlich Euro 5 tabu.

In Mitte geht das Straßen- und Grünflächenamt davon aus, dass die ersten Durchfahrtsverbote Ende November in Kraft treten, teilte ein Bezirksamtssprecher der Berliner Zeitung auf Anfrage mit. Auch in Neukölln kommen die Bauarbeiten für die neuen Verkehrszeichen voran. „Auch wenn sie erstaunlich aufwendig sind“, sagte Christian Berg, der Sprecher des Bezirks. Gehwege müssten aufgerissen, für die kräftigen Stützen tiefe Löcher gegraben werden.

Wann die Schilder enthüllt werden, könne noch nicht gesagt werden – vermutlich eher Anfang Dezember als Ende November, teilte Berg mit. „Die Nächte werden auch in den nächsten Tagen ziemlich kalt, was das Aushärten der Fundamente eher verzögern dürfte.“  

Sechs Verbotsabschnitte führen durch Mitte – Alt-Moabit, die Leipziger, Brücken-, Friedrich-, Reinhardt- sowie die Stromstraße. In Neukölln sind die Hermann- und Silbersteinstraße betroffen. Das kürzeste Stück misst 150, das längste 840 Meter. Insgesamt geht es um 2,9 Kilometer, das sind 0,05 Prozent der Berliner Straßen.