Nach dem tragischen Badetod einer Neuköllner Grundschülerin in Brandenburg ist die Leiche der Siebenjährigen obduziert worden. Laut der zuständigen Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder) hat die Gerichtsmedizin festgestellt, dass das Mädchen ertrunken ist.

Es stünden aber noch weitere histologische Untersuchungen an, um beispielsweise Herzfehler ausschließen zu können. Unklar sei auch noch, ob das Mädchen Nichtschwimmerin war und eine Badegenehmigung der Eltern vorlag. Die beiden hätten bislang nicht befragt werden können. „Es wird in alle Richtungen ermittelt“, sagt  die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder), Ricarda Böhme.

Anhand von Zeugenaussagen würde nun versucht werden, sich ein Gesamtbild der Situation zu verschaffen. Ermittlungen laufen auch dahingehend, ob die anwesenden Bademeister und Lehrer möglicherweise gegen die Aufsichtspflicht verstoßen haben.  Was die Badeanstalt betrifft, so sei die Untersuchung bereits abgeschlossen: Am Badestrand der Europäischen Jugenderholungs- und Begegnungsstätte (EJB) Werbellinsee gebe es nichts zu beanstanden.

Im Nichtschwimmer-Bereich ertrunken

Die Grundschülerin ist nach bisherigen Erkenntnissen am Montagnachmittag gegen 16 Uhr ertrunken.   Die Erstklässlerin, die offenbar noch nicht schwimmen konnte, befand sich demnach im Nichtschwimmer-Bereich der Badestelle, der durch eine Leine mit Korkbällchen eingerahmt ist. In dem Freibad-Bereich fanden dann Schüler einer anderen Berliner Schule das Mädchen nach Informationen der Berliner Zeitung leblos auf.

Alle Wiederbelebungsmaßnahmen scheiterten: Das Kind starb kurz darauf in einem Krankenhaus. Die Klassenfahrt mit insgesamt 75 Schülerinnen und Schülern wurde daraufhin sofort abgebrochen.