Berlin - Wenn zwölf Kinder beim Mittagessen auf ihren Stühlen zappeln und die Schnitzel in Häppchen geschnitten werden müssen, wenn die Knirpse eine Rotznase haben und mit Taschentüchern wedeln, wenn sie sich trotz Verbots schluchzend in die Arme der Erzieherin werfen, kommt man sich nahe. Man muss nicht lange nach den Ursachen einer Diagnose suchen, die jetzt die Berliner AOK gestellt hat. Menschen, die in der Kinderbetreuung und -erziehung arbeiten, haben das höchste Corona-Infektionsrisiko. Abstand halten und Masken tragen, das ist das Gegenteil von einer kleinen Kindern entsprechenden und zugewandten Pädagogik.

Von allen Berufsgruppen werden am häufigsten Erzieher wegen einer Covid-19-Infektion krankgeschrieben. Von März bis Dezember meldeten sich rund 4,5 Prozent der AOK-versicherten Erzieher und Erzieherinnen wegen dieser Diagnose krank. Dieser Wert liegt laut einer Auswertung der AOK fast dreimal so hoch wie der Durchschnittswert aller Beschäftigten in Berlin.

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