Wieder mehr Besucher in Preußenschlössern

Das Dürrejahr 2018 hatte in den Schlössern und Gärten der früheren Herrscher für deutlich weniger Besucher gesorgt. Im Vorjahr stiegen die Zahlen wieder. Nun feiert die Stiftung 25. Jubiläum.

Potsdam-Es ist wieder mal das Wetter, das durchaus eine gewichtige Rolle spielt. Dieses Mal geht es aber nicht um das Waldsterben oder den Wasserhaushalt im Hitzejahr 2019, sondern um die Besucherzahlen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten.

Schloss Cecilienhof im Neuen Garten in Potsdam - dort fand 1945 die Potsdamer Konferenz statt. Dazu gibt es 2020 eine große Ausstellung.
Schloss Cecilienhof im Neuen Garten in Potsdam - dort fand 1945 die Potsdamer Konferenz statt. Dazu gibt es 2020 eine große Ausstellung.camera4/Eberhard Thonfeld

Bei ihre Bilanzpressekonferenz am Montag gab die Stiftung am Montag in Potsdam bekannt, dass es mit 1,56 Millionen Besuchen gegenüber 2018 einen leichten Zuwachs von etwa einem Prozent gab.

Im Dürrejahr 2018 war die Besucherzahl um fast zwei Prozent eingebrochen. Damals gab es den deutlichsten Rückgang in den Märkischen Schlössern – beispielsweise ein Minus von 14 Prozent im Schloss Rheinsberg. Die Touristen hatten bei der Dauerhitze einfach weniger Lust auf Schlösser.

Da auch 2019 ein Hitzejahr war, war kein enormer Anstieg der Zahlen zu erwarten. Immerhin stiegen die Einnahmen aus staatlichen Zuschüssen, Spenden und eigenen Erträgen von 69,2 Millionen Euro auf nun 69,9 Millionen.

Stiftung wird 25 Jahre alt

In diesem Jahr kann die Stiftung das 25. Jahr ihres Bestehens feiern. Ein herausragendes Projekt ist eine Ausstellung zum 75. Jahrestag der Potsdamer Konferenz 1945. Sie heißt „Die Neuordnung der Welt“ und wird ab 1. Mai im Schloss Cecilienhof gezeigt – dem authentischen Schauplatz des Konferenz, die welthistorische Bedeutung hatte.

Langfristig dürfen sich die Besucher darauf gefasst machen, dass die Schlösser bis 2030 noch viel schöner werden, denn bis dahin sollen in einem zweiten Sanierungsschub 400 Millionen Euro für die Wiederherstellung der nationalen Kulturgüter ausgeben werden. Die Hälfte zahlt der Bund, die andere Hälfte teilen sich Brandenburg und Berlin.

Der Nachteil für die Besucher: An den 23 Sanierungsobjekten wird es wieder reichlich Baugerüste geben. Der Vorteil für die Besucher in diesem Jahr: Derzeit laufen die Planungen noch, der Baubeginn ist erst 2021 – damit bietet dieser Sommer eine gute Gelegenheit, die Schlösser, Parks und Gebäude noch mal ungestört im Ist-Zustand zu bestaunen.