Frankfurt (Oder) - Keine Angst vorm Kentern: Grüne Spitzenkandidaten haben sich im Wahlkampf wieder ins Kanu gesetzt. Die europäische Spitzenkandidatin im Europawahlkampf, Ska Keller, und die deutsche Nummer eins, Rebecca Harms, paddelten am Donnerstag von Frankfurt (Oder) aus ans andere Oderufer. Nach 30 Minuten hatten sie das polnische Slubice erreicht - trockenen Fußes. Beim Bundestagswahlkampf 2013 war Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin mit dem Kanu gekentert - in der Werra in Hedemünden (Niedersachsen).

«Auch Jürgen kann gut paddeln. Das war ein unglücklicher Zufall. Bei unserer Aktion ging es heute um ein gemütliches, grenzüberschreitendes Paddeln», erklärte Keller. Die Politikerinnen wollten an den EU-Beitritt Polens vor zehn Jahren erinnern und den immensen Wandel würdigen, der sich an der Oder seit 1945 vollzogen hat. «Diese Entwicklung dürfen und werden wir nicht von Rechtspopulisten und Europagegnern ausbremsen lassen», betonte Keller.

Auch polnische Parteifreunde paddelten mit den Grünen mit. «Das war super easy, gar nicht anstrengend und die Strömung auf der Oder war sehr gut beherrschbar», sagte Keller. (dpa/bb)