Berlin - Es ist ein schöner Spätsommertag in Berlin, die Sonne scheint, eine Brise weht. Doch die 185 Männer, Frauen und Kinder aus Afghanistan hinter dem Zaun, der eine Art Auffanglager abschirmt, sind hier, in einem Wohngebiet am Stadtrand, vor allem froh, dass es eines ist: sicher. Sie waren Ortskräfte für Bundesregierung und Bundeswehr und wurden gerade via Luftbrücke aus Kabul mit ihren Familien nach Deutschland gebracht. 

Sayed kommt mit einem Freund aus dem Camp, dessen genaue Lage hier bewusst nicht genannt wird. Der junge Mann, der für die Deutschen in Afghanistan gedolmetscht hat, sagt, dass es ihm hier gut gefalle. „Ich hatte Glück“, sagt der 26-Jährige, er hat es mit seiner Frau und den beiden Kindern hierher geschafft. Auf seinem Handy zeigt er Bilder vom Flughafen in Kabul, wo sie wie viele andere Afghanen drei Tage lang an einem Zaun campierten. „Es war eine sehr schwierige Situation, gerade für Frauen und Kinder“, erzählt Sayed. Dann hätten die Deutschen sie plötzlich zum Flugzeug durchgewunken.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.