Berlin - Vor 20 Jahren entschied der Bundestag, das Berliner Schloss in barocker Gestalt neu zu errichten. Keine besonders gute Idee, wie sich zeigte. Dann setzten sich die konservativen Freunde des Christenkreuzes durch – was verstörend ist bei einem Haus, das doch den Humboldt’schen Geist des kulturellen Freisinns verströmen soll. Und dann glänzt da auch noch golden der rund um die Kuppel laufende Spruch, der die Unterwerfung aller Völker unters Christenkreuz verlangt: „… dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind“. Kreuz und Kuppel setzte der reaktionäre und bildungsfeindliche Friedrich Wilhelm IV. 1848 aufs Schloss. Im selben Jahr ließ er auf dem Schlossplatz den Barrikadenaufstand niederschlagen, zur Verteidigung des königlichen Gottesgnadentums, 270 Menschen wurden getötet.

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