Brandenburg, Hohen Neuendorf: Nach einer Explosion ist dieses Haus im brandenburgischen Hohen Neuendorf (Kreis Oberhavel) einsturzgefährdet.
Foto: Paul Zinken/dpa

Hohen NeuendorfNach dem Wohnhauseinsturz in Hohen Neuendorf ist die Identität eines von zwei Toten weiterhin ungeklärt. Die Polizei vermutet jedoch, dass es sich bei dem Toten um einen 40 Jahre alten Bewohner des Hauses handelt, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Nord am Montag der Nachrichtenagentur dpa sagte. Die Identität soll den Angaben zufolge im Laufe der Woche durch eine Obduktion geklärt werden. Bei dem Einsturz war zudem eine 60-jährige Frau ums Leben gekommen. Vier weitere Menschen wurden verletzt, einer davon schwer.

Personenspürhunde hätten am Sonntagabend an der Stelle angeschlagen, wo die Leiche unter den Trümmern des einsturzgefährdeten Hauses lag. Das Wohnhaus im Landkreis Oberhavel war am Samstag eingestürzt. Dabei kam auch eine 60-jährige Frau ums Leben. Vier weitere Menschen wurden verletzt, einer davon schwer. In dem Mehrfamilienhaus wohnen insgesamt sieben Menschen. Nach Aussage eines Anwohners handelt es sich um überwiegend ältere Bewohner. 

Einsturzrisiko: Ursachenforschung erst ab Montag

Kriminaltechniker können mit der Ursachenforschung vor Ort am Montag beginnen – vor allem im Keller des ehemaligen Mehrfamilienhauses. Zunächst müssten die Trümmer des in der Nacht zum Sonntag aus Sicherheitsgründen abgerissenen Gebäudes weggeräumt werden, sagte ein Polizeisprecher. 

Die Beamten wollen prüfen, ob sich dort eine Explosion ereignet haben könnte. Ein meterhoher Schuttberg versperrte den Ermittlern am Sonntag jedoch den Zugang. Menschen kamen an der Unglücksstelle vorbei, lagen sich in den Armen, stellten Kerzen auf und legten Blumen ab. Bei dem Unglück waren eine 60-jährige Frau und ein noch nicht identifizierter Mann ums Leben gekommen. Vier weitere Menschen wurden verletzt, einer davon schwer. Das Mehrfamilienhaus stand an einem Kreisverkehr in der Ortsmitte von Hohen Neuendorf. In unmittelbarer Nähe befanden sich Geschäfte und zwei Einkaufsmärkte. Die evakuierten Nachbarhäuser wurden augenscheinlich kaum beschädigt.