Aktivisten der Bewegung „Extinction Rebellion“ demonstrieren vor dem Reichstag.
Foto: AFP/Tobias Schwarz

Berlin-MitteDen Abend und die Nacht hatten die Aktivisten in Berlin noch vor sich: Die Umweltorganisation Extinction Rebellion hat am Montag in Berlin eine auf 24 Stunden angelegte Demonstration für Klimaschutz begonnen. Um die 100 Teilnehmer waren am Nachmittag nach Angaben der Veranstalter am Invalidenpark neben dem Bundeswirtschaftsministerium dabei, als mehrere Vortragsredner etwa über Klimagerechtigkeit oder die Post-Wachstums-Ära referierten. Stress mit der Polizei habe es nicht gegeben und auch sonst keine Probleme, sagte eine Sprecherin der Umweltorganisation am Montag der dpa.

Am Vormittag startete zunächst eine Gruppe der Aktivisten am Platz der Republik vor dem Reichstagsgebäude. Teilnehmer forderten „Sonne statt Kohle“ und setzten sich auf Plakaten unter anderem für CO2-Neutralität bis 2025 ein.

Wie die dpa weiter berichtet, brach eine zweite Gruppe vor dem Finanzministerium in der Wilhelmstraße auf. Beide zusammen kamen dann mit rund 100 Teilnehmern am Invalidenpark neben dem Bundeswirtschaftsministerium an. Dort habe es ein Tauziehen gegeben - zwischen zwei Teams, die einmal für die alte Wirtschaftslobby und zum anderen für den Wandel gestanden hätten, so die Sprecherin. „Der Wandel hat gewonnen.“

Keine Zwischenfälle - alle Corona-Regeln eingehalten

Für den Abend stand unter anderem eine Filmvorstellung auf dem Programm, zu späterer Stunde sollte ein DJ auflegen. Ein Teil der Teilnehmer werde in der Nähe der Bühne im Invalidenpark übernachten, sagte die Sprecherin. Am Dienstagmorgen gehe es schon früh mit Yoga-Übungen weiter.

Extinction Rebellion hat die Teilnehmer der Aktion der Sprecherin zufolge aufgefordert, sich an die Abstandsregeln zu halten und Mundschutz zu tragen. Es seien auch Desinfektionsmittelspender aufgestellt worden. Die Berliner Polizei bestätigte am Montagnachmittag, dass es zu keinen Zwischenfällen gekommen sei. Es sei eine friedliche Veranstaltung gewesen.

Lesen Sie auch: Dürre: Es grünt zu früh: Warmer Frühling verschärft Klimawandel-Effekt >>